Kevelaerer
Männer-Gesang-Verein

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Theodosius-Chor Kevelaer

Der KMGV - Kevelaer hat neben seinem geistig kulturellen Programm auch noch eine besondere Aufgabe in der Marienstadt. Im Zeitalter der Ökumene wird in Kevelaer der Kontakt zu den örtlichen orthodoxen Kirchen sehr gepflegt. Daher ist auch die Johanneskapelle als eigene orthodoxe Kapelle im Jahre 1992 eingerichtet worden.

Da aber der Ostkirchentag jährlich groß in der Basilika gefeiert wird, ist die Wallfahrtsleitung dankbar, dass es sich der KMGV als Theodosius - Chor, benannt nach Theodosius von Kiew, der in der Orthodoxen Kirche etwa die Stellung einnimmt, wie Gregor der Große für die Gregorianik der lateinischen Kirche, zur Aufgabe gemacht hat, jährlich am zweiten Sonntag nach Pfingsten die Pontifikalliturgie nach griechisch - orthodoxem Ritus der Ukrainer zu feiern. Dankbar wird auch das Können und der Einsatz des Theodosius Chores durch verschiedene Gruppen anerkannt, die sich das bekannt machen der orthodoxen Liturgie zur Aufgabe gemacht haben.

Auf drei Katholikentagen wurde mit diesem Chor die Liturgie gestaltet und immer wieder spricht man gerne eine Einladung aus, um mit Hilfe dieses Chores in der eigenen Pfarrei mit der Schönheit der byzantinischen Liturgie bekannt zu machen, damit so dem ökumenischen Anliegen gedient wird.

Man lernt diese uns an sich fremde Liturgie kennen, schätzen und schließlich in ihrer herrlichen Klangfülle und tiefen Symbolik lieben.

Text: Domkapitular Pfarrer Richard Schulte Staade, Rektor der Wallfahrt Kevelaer

Ein Chor aus dieser Messe: Sotwore hospode zum Herunterladen

1979: Gregor Kowal (trägt die Ikone) im Gespräch mit Exarch Platon Kornyjak 

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Geschichte der byzantischen Messe in Kevelaer

Im Jahr 1976 trat der Leiter der Kevelaer-Wallfahrt, Domkapitular Richard Schulte Staade, mit der Bitte an uns heran, eine Messe im griechisch-orthodoxen Ritus musikalisch mit zu gestalten. Das Notenmaterial mit dem ukrainischen Text bekamen wir von den Schwestern aus einem Kloster bei Krefeld-Traar. Da die Aussprache für uns sehr schwierig war, ist es für uns ein Glücksfall gewesen, dass unser Mitsänger Gregor Kowal aus der Ukraine stammte und uns bei der Übersetzung des Textes in Lautschrift behilflich sein konnte.

Bereits 1977 wurden Teile der Messe unter dem Dirigat unseres damaligen Dirigenten Chordirektor Hans Hombergen mit dem Exarchen Bischof Platon Kornyjak aus München beim Ostkirchentag in Kevelaer gesungen.

Eine wertvolle Ikone (Darstellung des Theodosius von Kiew) schenkte uns Schulte Staade im Jahr 1978. Diese wird bei jedem Gottesdienst durch einen Sänger zum Altar getragen.

Durch die plötzliche schwere Erkrankung von Hans Hombergen im Jahr 1979 war Chordirektor Kurt Martens bereit, die inzwischen vollständig einstudierte Messe beim Ostkirchentag zu dirigieren.

1980 dirigierte unser Vize-Dirigent Alfred Plönes erstmalig die Messe in der Marienbasilika, da der Chorleiter kurzfristig abgesagt hatte.

Folgende Dirigenten des KMGV haben diese Messe in der Folgezeit dirigiert: Hans-Jörg Boeckeler, Klaus Driehsen, Klaus Paulsen und Klaus-Peter Jamin. In den meisten Fällen wurde die Messe von unserem Vize-Dirigenten Alfred Plönes geleitet.

Bei Konzertreisen nach Holland, England und Russland sangen wir Chöre aus dieser Messe. Ein Höhepunkt unserer Reise nach Moskau war, dass wir den Chor "Sotwore Hospode" unter größten Schwierigkeiten in der Erlöserkirche im Kreml singen durften. Nach anfänglichem Zögern applaudierten die vielen Zuhörer und riefen ergriffen "sspassiba" (danke). Nach Aussage des russischen Reiseleiters waren wir der erste Chor seit 75 Jahren, der in dieser Kirche wieder gesungen hat.

Bei fast 50 Aufführungen im In- und Ausland ist es für uns immer eine Ehre, die teils schwierigen, aber sehr schönen Gesänge der Liturgie darbieten zu können.

Eine CD der Ostkirchengesänge mit Erläuterungen von Domkapitular Richard Schulte Staade und den Vorsängern Pfarrer Gies und Gregor Kowal wurde vor einigen Jahren unter der Gesamtleitung von Chordirektor Hans Hombergen aufgenommen.

In den Jahren 2007 und 2008 dirigierte unser Chorleiter Drs. Maarten-Jan Dongelmans die Messe, nachdem sie sehr gründlich neu einstudiert wurde.

Im Jahr 2009 übernahm kurzfristig der Vizedirigent Gerhard Löffler das Dirigat der Ostkirchenmesse.